Fanzone B.a.I.
Diese Woche hatte ich montags wieder einmal mit dem typischen Montags-Blues zu kämpfen. Immerhin nur am Montag; zu meinen aktiven Berufszeiten hielt der Montags-Blues nämlich jeweils locker durchgehend bis Freitagnachmittag an. Also zurück zum vergangenen Montag: Wenn das Wochenende gut läuft, dann ist’s immer so eine Sache mit dem sich nicht einstellen wollenden Schwung am Wochenanfang – das wird Ihnen geschätzte Leserin, Ihnen geschätzter Leser, wohl auch gelegentlich so gehen. Und ein wirklich gefreutes Weekend war in meinem Falle effektiv vorausgegangen, insbesondere der Samstag.
Den Samstag durften wir nämlich im Kreise von jungen Turf-Freunden, die sich mit einer dermassen überzeugenden, selbstlos-sozialen Art der Betreuung von medikamentengeladenen Alt-Achtundsechzigern widmeten, dass sie ohne weiteres für die Verleihung des Mutter Theresa-Ordens vorgeschlagen werden könnten, zubringen. Mit viel Risiko indes, dies muss auch gesagt sein, war die Betreuungsaufgabe denn allerdings auch nicht mehr verbunden; denn weder der Schreibende noch dessen ihm angetraute Lebensstrippenzieherin wären heute noch in der Lage, auch nur einen schlaffen Molotow-Cocktail zu basteln oder mit ihren franzbranntweingesalbten Gelenken ein Farbbeutelchen an eine untergehende Bank knattern zu lassen.
Wie auch immer, in unserem Alter darf man dankbar sein, wenn die Jungen nicht das Trottoir wechseln, wenn sie einem ansichtig werden. Wir waren also ein frohes Trüppchen an diesem Samstagabend in einem Eglisauer Gartenbeizchen, allwo unser allseits bestens bekannter Freund M.G.Grace mit seinen Kumpanen abrockte, dass den nahen Rheinfischen die Kiemen wackelten. Bestens platziert waren wir auch; sehr in der Nähe eines überdimensionierten Fleischgrills, der uns durchwölkte, wie man das sonst nur im Thurgau den Bodenseefelchen im Sägespanofen angedeihen lässt. Jedenfalls kam mir eine Zivilschutzdienstübungsnacht in einem Leutschenbacher Brandhäuschen in Erinnerung. Ganz eindrücklich übrigens war der beachtliche Bierpegel, den unsere Sportkollegen während des ganzen Abends kein Jota absinken liessen und für den ihnen die ostfriesische Kampftrinkertruppe wohl das eiserne Hopfenkreuz verliehen hätten.
Also, gemütlich war’s allemal. Und sonntags hatten wir ja nichts vor. Avenches kann uns für längere Zeit nicht locken; dort erlebten wir vor ein paar Wochen zwei Rennen mit jeweils nur drei Startern und ein ordentliches Tohuwabohu um Hürden, die nicht sprungbereit waren. Und nur wegen des freien Blicks auf den Chasseral und wegen des günstigen Pastis müssen wir unseren Achtzylinder in dieser benzinpreisgeschüttelten Zeit auch nicht aufstarten. Haben wir effektiv nicht nötig.
Jetzt aber retour zum Montags-Blues. Um ihn zu überwinden, erhoffte ich mir etwas Ablenkung durch ein schönes Fernsehprogramm. Und blieb kurz bei einer Sendung hängen, die sich „Dental“ oder ähnlich nannte. Dort kurvte ein Kinderpogesichtsmoderator, der mit Haarbrillantine und anderen Aufputschmitteln zum Doppelgänger des Hauptdarstellers von „Tim und Struppi“ aufgemotzt wurde, zwischen einem Pseudokoch und einer Hobbybrutzlerin hin und her, hielt diesen pausenlos den Daumen in die Pfannen und leckte Ersteren dann verzückt in die Frontalkamera hinein („Daschdäfein!“), während die Angstgegner von Bocuse alles „schön“ fanden. So also etwa das Mehl („äschönsmähl“), ganzschöne Eier und auch Äganzeschöneanke. Eine Sendung zum Abtörnen, und erst noch zur Hauptsendezeit.
Irgendwann musste ich trotz beinahe nicht aushaltbarer Spannung eingenickt sein. Und begann mich träumenderweise auf den kommenden Stallfez zu freuen. Im Schlummer vermischten sich Erinnerungen an die Euro mit Visionen zum Stallfest. Und so vermeinte ich am Fusse von Berg am Irchel (kurz: B.a.I.) eine elektronische Tafel auszumachen: „Noch 50 Tage bis zum Stallfez von Paddy’s“. Trix und Flix verteilten Pannini-Bildchen mit Csiesko und der Bildunterschrift: „Er chunnt jetzt dänn langsam is Galoppiere ine!“. An einem Stand wurden Kalender mit Porträts unserer Amazonen, diesfalls leichtgeschürzt, angeboten und ein Plakat verkündete: „Was Pirelli und die Bauern können, können wir schon lange!“. Auf Grossleinwand unterhielt sich gerade Alain Sutter mit dem RVZ-Chef über den weit fortgeschrittenen Bau der neuen Dielsdorfer-Rennbahn und offerierte ihm mobile, wenig benützte Rasenabschnitte aus dem Basler Stadion. Die Fanzone zwischen Flaach und Buchberg war mit Verkaufsständen zugepflastert und Schweini, Lahm und Arschawin (mit solchen Namen kann man nicht Euromeister werden…) boten Kebap, Monopolbier und ballmoos’sche Familienwappen-Fähnchen für’s Autodach an. Als mir Köbi mit den traurigen Augen und der schrägen Kravatte einen Prospekt mit der Aufschrift: „Herbst-KKK (Köbi-Kuhn-Kreuzfahrt) mit dem Rheumaschiff“ zusteckte, wachte ich glücklicherweise auf.
Träume sind eben Schäume. In diesem Falle kann man nur sagen, zum Glück. Der Stallfez ist aber kein Traum. Und ich freue mich auf BAI.
Tim Smith
„Wir sind Diamany!“
Hand auf’s Herz: Wir tun alle viel zu wenig für unseren Sport. Ich spreche von unserem Sport im Allgemeinen. Was den Stall Paddy O`Brien angeht, gibt’s ja in dieser Hinsicht wirklich nichts zu husten. Ganz im Gegenteil: Die beiden Stall-Oberjehus geben ja permanent Vollschub. Da würde ein gewisser Fussballtrainer trotz aller Wiederbelebungsversuche und auch nach vielen zahllosen Frischzellenkuren nicht gleichziehen können.
Eine ganz gute Stall-Innovation sind die neuesten Videoclips. Würde das Wort „Ball“ in diesen Tagen nicht ganz besonders abgelutscht, würde ich sagen, man ist voll am Ball. Man denke beispielsweise an den Cheftrainer, der uns mit sonorer Stimme die raffiniertesten Taktiken für die kommenden Renntage anvertraut („Dä Cziesko sött i’s Galoppiere ine cho…“)und während der Reportage seinen Pferdchen die Wangen krault, als sei er gerade zum Exklusiv-Vertreiber für eine neue Kukident-Massagecreme für zahnfleischinfizierte Vierbeiner ernannt worden. Ist so etwas nicht schön? Da schlägt unser Herz. Da lebt unser Sport. Da fühlt man sich zuhause. Das ist Heimat pur. Das sind wir.
Nein, nein, unser Stall ist wirklich mehr als nur sehr ordentlich geführt. Es läuft ja auch ganz anständig. Wenn jetzt dann Csiesko noch ins Galoppieren hineinkommt, bleibt eigentlich gar kein Optimierungs-spielraum. Der einleitende Satz zielt denn auch viel mehr auf unseren Sport als Ganzes ab. Wenn man sich vor Augen hält, was sich bei den Tschüttelern im Hinblick auf die Euro`08 alles bewegt! Das ist doch Sport in ganz anderen Dimensionen! Da können wir in unserem Frauenfeld noch so oft das Thurgauerlied absingen, da hinken wir einfach hintendrein wie ein Pelikan in der Oelpest. Nicht, dass sich in unserem Sport gar nichts täte, so ist’s denn auch wieder nicht. Man besinne sich nur etwa auf die ständig zunehmende Anzahl von Kinder-Ponyrennen („Jö, so härzig!“), die mittlerweile längst den Hauptteil der meisten Pferderennanlässe abdecken. Ein deutlicher Aufwärtstrend ist auch bei den Konsumationspreisen an den Rennsonntagen festzustellen. Mittlerweile ist ja ein Dezi mittelwarmer, gutgeschüttelter Féchy kaum mehr unter sieben Franken zu bekommen. Und wer trinkt schon einen Dezi? Ein durchschnittlicher Turfist braucht ja an einem Rennnachmittag gut und gerne mal seinen Liter Weissen, wobei die Cüpli noch nicht mitgerechnet sind. Zusammen mit den 2 Pflichtbratwürsten ist dann schon ein grosser Blauer weg.
Ergo: Es wäre also wirklich nicht richtig, zu sagen, es bewegt sich überhaupt nichts. Aber es bewegt sich zuwenig. Beim Fussball können wir doch bestens abschauen, wie ein Sport populär wird. Mit dezentem Schampus-Geschlabber allein reicht’s uns nie in die Schlagzeilen. Wir brauchen über kurz oder lang eine Südkurve, und dort gehören dann ein paar grölende Anheizer mit Druckluftfanfaren hin.
Das mit der Südkurve muss übrigens schnell gehen; am besten wäre wohl Dielsdorf geeignet, dort ist ja dem Vernehmen nach ein zweites Dubai schon in der Endphase der Planung.
Dann braucht’s an jedem Renntag auch gehörig Rauch- und Knallpetarden. Zudem kann man ruhig mal eine oder zwei Tribünen-tranchen abfackeln. Vielleicht findet sich auch ein Grüppchen unerschrockener Turfisten, die bereit sind, einen Schwarzen Turf-Block zu bilden. Dass man sich nach jedem Zieleinlauf den Baseballschläger um die Ohren und die Dachlatte über die Nuss haut, muss Usanz werden. Das gibt Stimmung! Das wollen die Leute sehen! Das bringt Publizität! Auch die Aktiven können etwas beitragen: Mehr freies Bogenspucken, bitte, ihr Jockeys! Und wenn dann die Kamera einschwenkt – Nasenputzen mittels Daumendruck! Das Fernsehen wird sich geradezu um uns reissen. – Und, mit Verlaub gesagt, mit gebremsten Politrockern wie Bundesrat Schmid als Preisverleiher lässt sich natürlich nicht einmal TV Katzensee anlocken. Da braucht’s doch ganz andere Kracher. Um nur eine Anregung zu machen: Zum Beispiel ist ja Madonna demnächst ohnehin in der Gegend. Da wird sie wohl kurz einen Tanga-Auftritt auf der Rennbahn produzieren können und anschliessend einen Zinnteller übergeben. Und wenn’s dann noch gelingen sollte, zeitgleich einen spurtgewaltigen Flitzer auf die Bahn zu schicken, könnten wir locker auf Gemeindepräsidenten und goldbetresste Militärgrössen als Ehrenstaffage verzichten. Und das Volk wird sich reissen, auf die Rennbahn zu kommen.
Effektiv sind es vor allem die grossen, fetten Verbesserungen, die ins Auge zu fassen sind. Aber vielleicht können wir doch auch im Kleinen beginnen: Nehmen wir nur einmal unsere Diamany. Der erste Schweizer Hindernisauftritt war doch die volle Wucht! Ein grandioses Pferdchen, das uns allen noch viel Freude machen wird. Aber – gibt`s auch nur ein einziges schlaffes Paninibildli von unserem Rössli? Also auf Ihr Paddyanerinnen und Paddyaner! Jetzt brauchen wir Diamany-Shirts und –Mützen, dann noch ein Diamanybier mit Exklusivverkaufsrecht auf den Rennplätzen, Diamanychips, Diamanykleber und vor allem Diamanyflaggen für die Autodächer! „Wir leben Zürich!“ ist jedermann ein Begriff, und seinerzeit titelte die Bild-Zeitung „Wir sind Papst!“. Und jetzt können wir uns auf die Brust klopfen: „Wir sind Diamany!“
Übrigens: Derartige Fanflags würde ich ohne zu zögern montieren. Mein Autodach ist im Moment nämlich noch flaggenfrei. Allerdings nur noch einen kurzen Moment. Zwei Fläggli liegen schon im Kofferraum bereit. Sind sind schwarz-rot-gold.
Tim Smith
Samstag, 31. Mai 2008
Zeichen und Wunder
Wir leben in einer Zeit, in der Wunder selten geworden sind. Es ist zuviel Düsternis um uns. Man denke zum Beispiel an den depressiven Fussballköbi mit seinen immer trauriger werdenden Augen und seiner immer schlechter gebundenen Kravatte, der einfach partout keinen zusammenhängenden Satz zusammenbringt und der als einziger Schweizer glaubt, seine Elf werde nach der Euro heiliggesprochen und mit Weihwasser besprengt.
Oder an den nicht minder traurigen Marcel, der sich in seinen mittelgrauen Anzügen mit mittelgrauer Kravatte nur im Zeitlupentempo bewegt und seine immer gerade mit Kernseife frisch geschrubbt wirkende Partnerin auf den Prominentenbällen dieser Welt auch dann noch entspannt übers Parkett schiebt, wenn seine Firma nach Luft japst und obwohl er seine Frührentnerboni mit grösster Wahrscheinlichkeit nurmehr in Reka-Checks und Juwopunkten ausbezahlt erhält.
Nicht zu vergessen die neugewählte Bundesrätin mit ihren Barbie-Schlafaugen, die jetzt wegen akuter Eierwurfgefährdung nicht einmal mehr am Zürcher Sechseläuten mitmarschieren darf. So eine arme, verschupfte Frau! – Oder ihre Kollegin, die sich für das internationale Völkerverständnis stark macht und da und dort fürs Schweizervolk etwas Energie bestellt (man kann ja nie wissen, was passiert, wenn die Angestellten der Nordostschweizer Kraftwerke einen Streik beschliessen…!) und aus diesem Anlass auch die Mühe nicht scheut, ihr schönstes Kopftuch herauszuholen.
Dass die Gletscher bröckeln, sich das Ozonloch wegen der unablässigen Verdauungslüfte unserer Kühe beängstigend erweitert und wir vor Weihnachten den Christbaum in Polohemd und Bermudas aus dem Wald holen konnten, all’dies sind weitere schräge Entwicklungen.
Wir alle haben’s fürwahr nicht einfach in dieser konfusen Welt. Alles ist irgendwie aus den Fugen geraten. Aber man darf sich nicht einfach in diesem negativen Strudel mittreiben lassen. Man muss gelegentlich etwas entgegensetzen. Und so entschlossen wir uns unlängst – meine Lebensrhythmusgestalterin und ich – ins Konzert zu gehen. Natürlich nicht in ein klassisches Konzert, wir sind ja schliesslich erst in den Sechzigern. Nein zu unserem alten Freund M.G. Grace zog’s uns, den wir letzten Sommer in verdankenswerter Weise durch die Vermittlung eines weinländischen Grossgrundbesitzers und eines weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Eishockeycracks am Stallfest von O`Brien erleben durften.
Temperaturbedingt trat Rocker M.G. Grace diesmal in geschlossenen Lokalitäten im Raum Winterthur auf. Und weil wir zeitig vor Ort waren, entschlossen wir uns, mal richtig einen draufzumachen und vor dem Konzert noch einen Drink im Stammlokal unseres Stalles einzuwerfen.
War das ein Jubel bei unserem Eintreffen! Zum Glück war in der permanent für Stallfreunde freigehaltenen Stammecke noch ein Plätzchen frei. Und der Gratiscoupon für meinen doppelten Single Malt und die warme Ovo meiner Lebenswegausrichterin wurde noch nicht einmal einverlangt! Nein, im Ernst: Der Pubbesuch endete mit einem bleibenden Eindruck. Auf meinem rechten Versandhausschuh, durchgehend bis auf die grosse rechte Zehe. Verursacht wurde dies durch eine etwas überschminkte junge Stöckelschuhträgerin im Gothic-Look, die während eines ihrem Begleiter applizierten Zungenkusses meine Gehwerkzeuge etwas aus den Augen verlor. Zum Glück liess dann der grandios losfetzende M.G. Grace den umgestalteten rechten Fuss schnell vergessen.
Jetzt habe ich mich aber im Erzählen in der Tat etwas vergaloppiert. Eigentlich wollte ich ja nur berichten, wie im Umfeld unseres Stalles noch Zeichen und Wunder passieren. Diamany (ich würde gerne mit einem „t“ auf Diamanty ergänzen, aber dann liesse der zweite Wortteil Analogien zu aggressiven Jungautofahrern in Kultbüchsen mit aufgeschweissten Spoilerflügeln zu…), Diamany also, geritten von einer am Sonntag leichters verdutzt wirkenden Yvonne la Douce (o.ä.), rückt meinen Blick für das Wesentliche in der Welt zurecht. Man kann Pferd, Reiterin, Trainer, Besitzern und Mitgliedern nur herzlich gratulieren!
Vielleicht müsste man den geschrumpften Köbi einmal als Ehrengast einladen und ihm zeigen, wie bei uns der Puck läuft.
Tim Smith
N.B. An meinen Fan (ich wusste, dass ich irgendwo einen habe!), der mich auf der Kontaktseite unseres Clubs gesucht hat): Nein, ich habe mich nicht in den Urwald abgemeldet. Aber ich habe unseren Stallchefs gesagt, dass ich erst dann wieder schreibe, wenn der Erste mein Weihnachts-gedicht gelesen hat.
Tim Smith wünscht frohe Festtage...
Advent, Advent - ein Lichtlein brennt
Im Rennsport ist man eingepennt
Und der Turfist, wie immer brav,
geniesst erst mal den Winterschlaf
Die letzten Galas sind gefeiert
Die Tanzmusik hat ausgeleiert
Die Tombola ist abgeräumt
Der letzte Turf-Flirt ausgeträumt
Die Saisonbesten sind geehrt
Anbaggereien abgewehrt
Die Roben, Smokings, Siegelringe
und sonst noch ausgelieh`ne Dinge
Sind - jedenfalls sieht`s danach aus
Schon längst zurück im Pfandleihhaus
Endlich, beginnt sie die besinnliche Zeit
Man rückt sich sein Genzucht-Tännchen bereit
Maienfelderli gibt`s und Avencher-Sterne
Dazu gönnt sich jeder in der Näh`oder Ferne
Rennbahnspitzbuben aus Zucker gegossen
Und auch Würz-Kratzerli werden gerne genossen
Alsdann werden gerne genommen
knackige Dopingerli zu Nutzen und Frommen
Und während die Engel schau`n durchs Fenster herein
Wird`s stille auch bei den Jüngern vom Paddy O`Brien
Doch halt: Spätestens so ab Anfang Januar
kommt alles wieder so, wie`s früher schon war
Man freut sich, im Turf, sei`s Maitli oder Bübli
Endlich, endlich: Wieder Rennen und Cüpli!
Mit den besten Festtagsgrüssen und Wünschen zum neuen Jahr
für die Stablefriends und deren Angehörige: Tim Smith
F.: Oan Obatzter?
Lange grübelte ich vor mich hin. Wie ich’s auch drehte und wendete, er wollte mir nicht in den Sinn kommen: der Zusammenhang zwischen unserem (Renn-) Stall Paddy O`Brien und dem Winterthurer Oktoberfest, zu welchem die Stall-Oberjehus höflich einluden. Die Tatsache, dass unser Mitgliederkontingent praktisch ausschliesslich aus Spitzensportlern besteht, welche letzteren Alkohol ja schon aus Dopinggründen meiden müssen, (passiert ja heute praktisch täglich, dass einem ein Profischnupfer in der Beiz das eine oder andere Tütchen Koks in die warme Ovo kippt) machte das Raten noch zusätzlich schwierig.
Schliesslich zog ich mir etwas Historie herein. Und lernte, dass dereinst die blaublütige Therese von und zu Sowieso auf dem Münchner Oktoberfestplatz (der späteren „Theresienwiese“) den bayrischen Kronprinzen Ludwig ehelichte. Im Anschluss an den offiziellen Teil der Feier wurde – man höre und staune – ein Pferderennen (!) veranstaltet, wohl um der dann damals immerhin schon ein paar Stunden dauernden Ehe etwas die Monotonie zu nehmen.
Und jetzt stand die Gedankenkette! Die kürzeste Verbindung zwischen zwei nicht gerade artverwandten Begriffen (Pferderennen-Oktoberfest) schien plötzlich sonnenklar. Alles völlig logo. Die Paddy O`Briener Pferdefreunde gehören einfach zwingend ans Oktoberfest, lag ja alles total auf der Hand. Und weil beim Original Münchner Oktoberfest die Lampen heuer schon längstens aus sind, kam die Winterthurer Gerstensafttränke gerade recht.
Jetzt muss man wissen, dass meine Lebenserhellerin und meine Wenigkeit, wenn wir mal in München sind, immer wieder gerne mal einen Obatzten einwerfen. Zum Bier, versteht sich; zu was denn sonst? Ein Obatzter (auch: „Angemachter“ oder „Gerupfter“) ist – und das werden Sie geneigte Leserin, Sie geneigter Leser, hoffentlich gewusst haben - ein unsägliches Gemantsch aus überreifen Weichkäsen, Butter und Gewürzen. Etwas für Liebhaber, Insider, Kenner. Etwas original Münchnerisches halt, gerade so original wie etwa der Wolpertinger (ein schröckliches Fabelwesen, zusammengesetzt aus Körperteilen von verschiedenen Tieren) oder das Hofbräuhaus. Der Obatzte liegt vorerst ein paar Tage wie ein Wackerstein im Magen, und für den Fall, dass sich der anschliessende Verdauungsprozess auf einer öffentlich zugänglichen Toilette abspielen sollte, empfiehlt sich die Beantragung eines Waffenscheins.
Jedenfalls ist so ein Obatzter eine kulinarische Köstlichkeit erster Güte. Und die Aussicht auf einen solchen Obatzten, den es an jedem anständigen Bierfest gibt, liessen meine Gattin und mich leichten Fusses der Winterthurer Theresienwiese zueilen. Natürlich freuten wir uns, dies sei am Rande eingeschoben, auch auf die Stablefriends.
Auf dem Weg zu den reservierten Paddy-Tischen waren einige Hürden zu nehmen. Die zweifelsohne angenehmste war die notwendige Anmeldung bei einem weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Eishockeystar, der uns in Begleitung seiner attraktiven Freundin (eine der bestaussehenden Ladies, die das Schweizerische Fernsehen je hervorbrachte) Gutscheine für flüssige und feste Nahrung anbot. Anschliessend nahmen wir – abzulesen von einer grossen Eingangstafel – zur Kenntnis, was man in „Winti“ am Oktoberfest alles nicht durfte. Schon nur das blosse Knacken eines Festbänkleins wurde mit hunderten von Franken gebüsst. Gar nicht auszudenken, was denn einer zu berappen hätte, der seinem Tischnachbarn mal so zum Spass („Oans, zwoa..“) einen vollen Masshumpen („…gsuffa!“) über den Schädel donnerte. – Schliesslich drängte sich noch eine junge Dame mit Zigarrenmüsterli auf, welche letzteren richtig anmächelig verpackt waren: „Rauchen tötet! Vergiften Sie Ihre Umwelt nicht!“. So macht Rauchen Freude. Alles ist verboten. Man erlaubt sich ja heutzutage nicht mal mehr einen vaterländischen Rülps – das Ozonloch könnte sich ja vergrössern.
Dermassen stimmungsmässig aufgeheizt, suchten wir nach den Stall-Tischen, letztere übervoll erwartend. Und waren auch nach einer Dreiviertelstunde Wartezeit immer noch die Ersten! Was sich von meinen persönlichen Masskrügen nicht mehr sagen liess. Mittlerweile hatte ich schon Mühe, die für unser Serviersegment zuständige Resi oder Zenzi unter der Vielzahl von vollbusigen, erfreulich dekolletierten Dirndldamen (am Münchner Oktoberfest schienen sie mir allerdings irgendwie draller…) auszumachen. Obatzten übrigens, Obatzten gab’s keinen: „Naa, Obatztenhommerkoan`- nehmensholtahaxn!“ Dafür intonierten jetzt die „Die fidelen Glatzentaler mit ihrem Leadsänger Prothesius“ dezent oberbayrische Stubenmusik und drohten an, ab 20 Uhr dann richtig mit Ramba Zamba loszulegen.
Eigentlich wollten wir uns schon langsam die Lismer wieder über die Köpfe ziehen („Wänn da keine meh chunnt…“). Aber jetzt füllten sich die Reihen plötzlich mit Stall O`Sowieso-Mitgliedern. Alle wollten sie schunkeln und auf die Bänke stehen. Zu einem Stern, der Deinen Namen trägt, zu tausendmal belogen, zum Skandal im Sperrbezirk und zum Heidi, deren Welt – wie könnte es auch anders sein – die Berge sind. Stadlzeit halt. Karl Moik lässt grüssen.
Aber in meinem Alter schaffte ich es trotz Arthrosespray und Franzbranntwein nicht mehr auf die Schunkelbank. Henu! So hatte ich immerhin Zeit, mal in Ruhe über unseren Ferdi nachzudenken, der in Maienfeld zeigte, dass er’s eigentlich ganz ordentlich kann. So gesehen ist unser Ferdi gewissermassen mein Obatzter. Ist doch gar nicht weit hergeholt: Auch ihn mögen richtige Kenner sehr gern. Allerdings ist er erfreulicherweise seit Maienfeld eigentlich kein Obatzter, sprich: „Gerupfter“ mehr. Nächstes Jahr wird die Rennwelt öfters von ihm hören. Und die Leute vom Paddy O`Brien werden noch Gelegenheit bekommen, manchen Trinkspruch auf ihn auszubringen und manche Mass auf ihn zu stemmen.
Tim Smith
Wege zum Ruhm
Zum Glück bin ich nur ein Stablefriend. Nur ein Mitglied. Somit lässt sich die Entwicklung um unseren Glücksbringer Ferdi etwas distanziert betrachten, quasi ohne direkte Verantwortung. Aber Gedanken um den Ferdi mache ich mir natürlich schon („Denk’ich an Ferdi in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht…“).
Und wer, so frage ich höflich, macht sich denn keine Gedanken, nach dem Auftritt unseres Jubelerzeugers, kürzlich, im Aarauer Schachen? Aber nicht Ihre – liebe Stablefreundin, lieber Stablefriend – und schon gar nicht meine Meinung als die Einschätzungen kleiner Mitglieder, ist gefragt, sondern natürlich die Ansicht der Stallspitze, gewissermassen die Chefetage. Und diese Chefetage wird jetzt wohl das tun, was alle Verantwortlichen in einer akuten Krisensituation jeweils tun, sei es eine politische Parteileitung oder Köbi Kuhn – nämlich: das Ergebnis in Ruhe analysieren. Trotzdem, auch wenn denn meine Sicht der Dinge gar nicht gefragt ist, erlaube ich mir ein paar Gedanken einzubringen. Man könnte auch von Denkanstössen reden.
Erste Feststellung: Der Ferdi selber kann gar nichts dafür. Ihn trifft keine Schuld. Wie auch? Wer fragt ihn denn? Hat er sich denn das Rennen im Schachen ausgelesen? Wäre er denn nicht lieber noch einmal in dem in keinem herkömmlichen Atlas aufgeführten topmondänen Miesau, wo’s ja neulich gar nicht so mies lief, angetreten? An der Stätte seines Triumphs, allwo er die Clubkasse aufbutterte? Im verschlafenen Kaff unseres grossen Nachbarkantons, das die regionalen Kartografen erst seit dem sensationellen Abschneiden des Schweizer Rennsportgastes F. geografisch erfassen.
Zweitens: Die Last des Namens - Fernandel. Offenbar wurde das bedauernswerte Rössli nach dem längst definitiv abgetretenen französischen komödiantischen Filmschauspieler benannt, der als „Mann mit dem Pferdegesicht“ Karriere machte. Der Umkehrschluss wäre für die Stablefriends weiss Gott weitaus wünschbarer: Fernandel, das Pferd mit dem Filmstargesicht! Abgekürzt auf „Ferdi“ wird die Sache auch nicht viel besser. Die schnellste gedankliche Verbindung führt zu Ferdi National, der vor rund 100 Jahren ordentliche Leistungen im Velorennsport erbrachte, mittlerweile auf’s Altersheim aspiriert und zwischenzeitlich einiges an Knusprigkeit eingebüsst hat.
Dritte Bemerkung: Die Frage ist doch, woran kann’s denn liegen, wenn’s nicht an unserem Ferdi selber liegt? Und da muss man jetzt wirklich alle denkbaren Gründe ins Kalkül ziehen, so zum Beispiel: Ist der Ferdi neben einer Hochspannungsleitung untergebracht? Steht sein Stall über einer Wasserader? Oder in der Nähe einer Richtstrahlantenne? Oder über einer keltischen Blutopferstätte? Ist er an einem früheren Hexenverbrennungsplatz angesiedelt, oder an der Stätte eines früheren Galgenbaumes? Hat sein Schlafplatz eventuell eine Asbestdecke?
Jedenfalls muss jetzt etwas passieren. Am Training liegt’s sicher nicht, an der Reiterin auch nicht. Also sind alternative Ideen gefragt! Es muss Wege zum Ruhm geben! Als erstes müssen die Stallwände endlich streng nach Feng Shui ausgerichtet werden. Dann braucht uns`Ferdi Kupferarmbänder um die Fesseln, neben einer vorzugsweise von Uriella eingesegneten Rheumadecke. Ferner muss bei Gelegenheit ein Wasseraderspürer her, und zudem sollte man einem appenzellischen Geistheiler unverbindlich eine Fotografie unseres Cracks zum Auspendeln überlassen. Des weiteren kann man bei Beat Breu anklopfen, der – momoll – ein besonders gutes, leistungssteigerndes Wasser vertreibt. Und schliesslich darf man sich auch mal getrauen, dem Ferdi mal etwas Speed und ein, zwei Linien Koks unter den Hafer zu mischen.
Vor dem nächsten Rennen werde ich mir dann persönlich erlauben, dem Ferdi zwei, drei mit Williams getränkte Zückerli in die Boxe zu bringen. A propos: das nächste Rennen? Das wird wohl erst in der nächsten Saison sein. Beim Sport geht der Zähler vor der nächsten Saison ja immer wieder auf Null, und jeder Sportler muss sein Potential wieder völlig neu unter Beweis stellen. Das gilt für unseren Ferdi, der bislang immerhin nie schlechter als 13. war, wie auch in jeder anderen Sportart. Ich nenne hier als Beispiel – zugegebenermassen ohne jeden Zusammenhang – Eishockey.
Tim Smith
Risotto und Rock`and Roll
Notizen zum Stallfez vom 31.Juli 2007
Schon der von den Verantwortlichen gewählte Termin verdient besondere Erwähnung: 31. Juli! Da wurde voraus gedacht: Wenn`s denn einen wegen übermässigem Risotto-Konsums umhauen sollte, hätte er immer noch den nachfolgenden arbeitsfreien Gründungstag der Eidgenossenschaft zur Verfügung gehabt, um wieder in den Vollbesitz der Sinne zu gelangen. Das ist Planung, das ist Weitsicht! Ganz einfach: das ist Paddy o`Brien pur.
Am Veranstaltungstag stellte sich dann der übrigens uhuere gute Risotto – durchmischt mit Totentrompeten, violetten Satansschwämmchen und anderen vertrauenserweckenden Pilzen - lediglich als Basisverpflegung heraus. Des weiteren wurde nämlich per Plakat zum Verzehr von lebensbedrohenden Alkoholverschnitten wie „Gummibärli“, „Hai-Shot“ (Prost „Greenpeace“!) und ähnlichem aufgerufen. Und die freundlichen Barangestellten schienen dermassen flexibel, dass sie wohl ohne mit der Wimper zu zucken in der Lage gewesen wären, auf Anfrage das eine oder andere Beutelchen Ecstasy dazuzulegen.
Meine Lebensgefährtin und ich, beide doch schon etwas in die Jahre gekommen, entschlossen uns dann für ein profanes Fläschli Rotwein („Dä vo Berg“) sowie für je einen frisch zuckergetunkten Liebesapfel und zogen prompt die unverständigen Blicke der gut vertretenen Red Bull und Mc Donald’s -Generation auf uns, deren Mitglieder das leuchtende Augenfeuer der sanft Gespeedeten ihr eigen nannten.
Nach von uns verdrückten drei Halben („Dä vo Berg“), 2 Rostbratwürsten, 6 Portionen Risotto – neben diversen Liebesäpfeln – später (bis 20.00 Uhr für Stallmitglieder mit grünem Bändeli am Handgelenk alles gratis!) – positionierten sich die Musiker von „M.G.Grace“ auf einer improvisierten Holzbühne, direkt vor einem Monument, das leise an ein vergessenes Familiengrab erinnerte. „Do you wanna Rock`and Roll?“ erkundigte sich sicherheitshalber der blonde Leadsänger mit einem zweifelnden Blick auf die zahlreich erschienen Holzbankbesetzer, die auf den ersten Blick in vielen Fällen eher als Schunkelpublikum im „Musikantenstadl“ vorstellbar waren. Und sicherte sich mit der schüchternen Anschlussfrage: „Are you here?“ ab, bevor er sich eine Sperrholzgitarre griff, die derjenigen meiner Singlehrerin aus der Primarschulzeit auf`s Haar glich und eher für die Hintergrundbegleitung von „Schacher Seppli“ oder „Vogellisi“, als für Rockgeknatter geeignet schien.
Dann aber! Die drei wackeren Mannen fegten ab, dass sich Schloss Berg’s Dachziegel aus den Verankerungen lösten und Fernandel und seinen Stallgenossen die Eisen von den Hufen sprangen. Das Trio, bestehend aus einem Drummer, dem Charlie Watts nur neidisch nacheifern kann, einem Keyboarder mit schütterem Haupthaar, aber mit crazy fingers und einem angefressenen Guitarplayer, der aufgrund seines Könnens und seines guten Aussehens zuhause wohl schon auf eine ganz ordentliche Sammlung auf die Bühne geworfener Teenie-Tangas blicken darf, machten ordentlich einen drauf.
Der Sound fetzte, und wie! Auch schon das eine oder andere schon etwas angejahrte Mädchen liess es sich nicht nehmen, Jerry Lewis oder Carl Perkins mit einem an einer Mischung von Twist und Ententanz erinnerndem Privatarrangement zu begleiten. Praktisch gleichzeitig wirbelte im Hintergrund ein angehender Medizinalprofessor sein noch ordentlich knuspriges Mütterchen über die imaginäre Tanzfläche. Und in Front zur Bühne schüttelte ein später Twen seine Lederjackenarme – möglicherweise sanft koksunterstützt und verzückt – gen’ Himmel, als würde er dort jeden Moment Uriella persönlich einherschwebend erwarten.
Nicht, dass uns „Marmor, Stein und Eisen bricht“ nicht gefallen hätte. Nein, irgendwann wurde es für meine Lebensbegleiterin und meine Wenigkeit dann doch einfach Zeit. Und so nahmen wir denn – kitschiger geht es fast nicht: im hellen Mondlicht – den kurzen Graspistenweg zu unserem noch nicht ganz abbezahlten Jeep in Angriff. Rechtzeitig eine dezent mondbeschienene Fuchskacke vermeidend, aber rundum zufrieden, mit „unserem“ ersten (hoffentlich nicht letzten) Stallfez bei o`Brien. Wie ist doch ein Song aus dem Set von „M.G.Grace“ betitelt: „Wonderful little moments“. Da ist nichts hinzuzufügen.
Tim Smith
Der Fall Kieren Fallon / 13.Juli 2007
Ab dem 24.September steht der 42-jährige, irische Spitzenjockey, Kieren Fallon in London
vor Gericht... Ihm wird vorgeworfen, zwischen Dezember 2002 und September 2004, Rennen
bewusst verloren zu haben und dabei mit seinem Jockey-Kollegen Fergal Lynch Negativwetten,
auf die jeweiligen Pferde, abgeschlossen zu haben! Da stellt sich als erstes die Frage nach der
Motivation, welche Fallon dazu getrieben hätte können so etwas zu tun?! Geld? Wohl eher kaum, denn
Fallon hat sein grosses Geld mit Renngewinnen und nicht mit Rennniederlagen gemacht. Seine Statistik aus
den letzten fünf Jahren spiegelt dies eindrücklich wieder... 3289 Ritte, 641 Siege 489 x Platz zwei oder drei
und dazu kommt eine Gewinnsumme von 37 Mio Franken! Doch eigentlich stellt sich hier eine ganz andere
Frage! Ob Fallon nun schuldig ist oder nicht ( er beteuert seine Unschuld ), ist er der Richtige welcher vor
Gericht steht? Ginge es nach mir, würde die Wettfirma BETFAIR ( dort sollen die Wetten getätigt worden sein)
vor Gericht stehen! Hat diese Firma das Ziel der Pferderennen nicht kapiert? Es geht immernoch um das schnellste
Pferd... Der Pferderennsport ist bestimmt nicht frei bzw sicher vor Betrügern, welche versuchen Rennen zu
verfälschen, um irgendwann das grosse Geld mit einer grossen Quote zu machen. Doch um dies bewerkstelligen
zu können, braucht es einige Leute welche darüber Bescheid wissen müssen. Und ob diese auf Dauer dichthalten?
Egal, doch was BETFAIR macht, ist genau solche Leute regelrecht in den Rennsport zu locken. Das Team der
involvierten Personen bei Negativwetten ist/kann viel kleiner sein als jenes welches Renngewinne manipulieren will...
Es braucht dazu höchstens einen Besitzer, einen Trainer und einen Jockey. Niemand anders im Feld muss
irgendetwas illegales tun, will man absichtlich verlieren. So ist meine Antwort auf diesen ganzen Prozess eigentlich
schnell gefällt... Hat es Fallon nicht getan gut! Hat er es doch getan, dann ist meine Meinung klipp und klar:Selberschuld
liebe BETFAIR-Wettfirma...!!! Hochleben alle "intelligenten" Wettfirmen, welche keine Negativwetten anbieten und so
den Sinn des Rennsports auch verstanden haben!
Viele Grüsse
Paddy O`Schreiberling , Paddy O`Briens Pub Winterthur / 13.Juli 2007
(Die nächste Kolumne handelt dann von: Der schweizerische Galoppsport braucht die PMU in der Deutschschweiz!)
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